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Kurz gesagt
- Agentur-Pauschalen kosten 2026 etwa 800–2.500 € (Basis), 1.800–5.000 € (Mittelstand) oder 4.000–10.000 €+ (Full-Service) pro Monat – Werbebudget meist extra.
- Ein einzelnes Reel kostet 300–900 €, in größeren Paketen 150–300 €; ein Bildpost 80–500 €.
- Ein eigener Social Media Manager kostet als Vollkosten grob 44.000–50.000 € im Jahr (Stepstone-Gehalt plus Arbeitgeberanteile) – ohne Technik, Tools und Produktionsbudget.
- Der eigentliche Engpass ist bei allen Modellen derselbe: Wer liefert regelmäßig gutes Videomaterial mit echten Leuten?
- Das dritte Modell: Produktionstage im Takt – ein fester Tagespreis pro Tag, 8 bis 20 Videos, kein Monatsvertrag.
Was kostet Social Media Betreuung 2026? Die Marktpreise
Die kurze Antwort: Eine Agentur kostet für laufende Social-Media-Betreuung im Mittelstand meist 1.500 bis 5.000 € pro Monat, ein eigener Social Media Manager rund 44.000 bis 50.000 € im Jahr. Beides ohne Werbebudget und ohne das, was am Ende den Unterschied macht: regelmäßiges Videomaterial mit echten Leuten aus dem Betrieb. Hier die Preise im Detail.
| Modell | Preisspanne | Was typischerweise drin ist |
|---|---|---|
| Pauschale Basis | 800 – 2.500 €/Monat | 1–2 Kanäle, wenige Beiträge, Redaktionsplan, Basisreporting |
| Pauschale Mittelstand | 1.800 – 5.000 €/Monat | 2–3 Kanäle, 8–15 Beiträge, teils Reels, Community Management, Reporting |
| Pauschale Full-Service | 4.000 – 10.000 €+/Monat | Mehrere Kanäle, laufende Content-Produktion, Strategie, ggf. Paid Social |
| Preis pro Bildpost | 80 – 500 € | Text, Grafik, Formatierung |
| Preis pro Reel | 300 – 900 € einzeln; 150 – 300 € ab ca. 10 Reels/Monat | Konzept, Dreh, Schnitt, Untertitel |
| Content-Pakete KMU | 700 – 3.500 €/Monat | 8 Beiträge auf einem Kanal bis 12–20 auf zwei bis drei Kanälen |
Quellen sind Preisübersichten von Creationell, Ledist, FUTRIZE, Brachialkrawall und Weber Media (alle 2026). Wichtig: Das sind oft Einstiegspreise. Ob Strategie, Drehtage, Community Management und Anzeigensteuerung enthalten sind, steht meist im Kleingedruckten – und Werbebudget kommt praktisch immer obendrauf.
Modell 1: Die Agentur-Pauschale – und ihr blinder Fleck
Eine Monatspauschale klingt bequem: Die Agentur plant, postet, antwortet, berichtet. Das funktioniert gut für Kanäle, die Text und Grafik vertragen – LinkedIn-Unternehmensseiten, Facebook-Ankündigungen. Der blinde Fleck ist Video. Die Agentur sitzt nicht bei euch im Betrieb. Sie kann aus der Ferne keine Schicht begleiten, keinen Azubi zum Reden bringen, keinen Kunden an der Theke filmen. Also entstehen Grafiken, Stockfotos und Texte – und die Reichweite bleibt bei den Leuten, die euch schon folgen.
- Was ihr prüfen solltet: Wie viele Videos pro Monat sind drin? Wer dreht sie, wo, mit wem?
- Drehtage: Sind sie in der Pauschale oder kosten sie extra (meist 1.200 bis 1.800 € pro Tag)?
- Laufzeit: 6 oder 12 Monate Bindung sind üblich. Was passiert, wenn nach drei Monaten nichts passiert ist?
- Reporting: Werden Likes und Reichweite berichtet – oder Bewerbungen und Anfragen?
Modell 2: Der eigene Social Media Manager – die ehrliche Vollkostenrechnung
| Position | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Bruttogehalt Vollzeit | 31.600 – 43.900 €/Jahr; Ø 37.100 € | Stepstone 2026 |
| Alternative Gehaltsbasis | 30.100 – 59.900 €/Jahr; Ø 41.300 € | Kununu 2026 |
| Arbeitgeberanteile Sozialversicherung | rund 19 – 20 % | TK Beitragssätze 2026 |
| Vollkosten grob | ca. 44.000 – 49.500 €/Jahr, also 3.700 – 4.125 €/Monat | abgeleitet aus Stepstone/Kununu + TK |
| Nicht enthalten | Arbeitsplatz, Software, Kamera, Weiterbildung, Vertretung bei Urlaub und Krankheit | – |
Eine eigene Stelle ist die richtige Wahl, wenn Social Media bei euch täglich passiert: Community, Kundenservice, Events, mehrere Standorte. Aber auch dieser Mensch hat das Problem aller Social-Media-Manager im Mittelstand: Er oder sie muss jede Woche Kollegen überreden, vor die Kamera zu gehen – und steht allein mit dem Handy in der Halle. Nach einem halben Jahr sind die Ideen alle und die Kollegen genervt. Das ist kein Vorwurf, das ist Mathematik: Eine Person kann nicht Strategie, Dreh, Schnitt, Posting und Community gleichzeitig gut machen.
Modell 3: Produktionstage im Takt – das, was euch niemand vorrechnet
Unser Modell trennt zwei Dinge, die Agenturen gern vermischen: Produktion und Betreuung. Die Produktion passiert an einem [Produktionstag](/videoproduktion-nrw) bei euch im Betrieb: ein Team mit Kamera, ein Farbraum Format, ein Farbraum Face als Host – und am Ende 8 bis 20 fertige Videos, lieber weniger und besser. Dazu ein Veröffentlichungsplan, der die Wochen bis zum nächsten Tag füllt.
Die Betreuung – posten, antworten, Statistiken anschauen – kann dann jemand bei euch machen, der dafür zwei Stunden pro Woche hat. Oder wir. Aber ihr zahlt keine Monatspauschale dafür, dass jemand postet, was gar nicht da ist.
| Frage | Agentur-Pauschale | Eigener Mitarbeiter | Produktionstage im Takt |
|---|---|---|---|
| Kosten | 1.500 – 5.000 €/Monat (Mittelstand) | ca. 3.700 – 4.125 €/Monat Vollkosten | Fester Tagespreis pro Produktionstag, Takt frei wählbar |
| Bindung | Meist 6–12 Monate | Unbefristet | Kein Vertrag über Laufzeit, nur der nächste Tag |
| Videomaterial | Oft extra, aus der Ferne schwierig | Handy, allein, ohne Host | 8–20 fertige Videos pro Tag mit Team und Face |
| Wer steht vor der Kamera? | Unklar | Kollegen, wenn sie wollen | Face als Host plus euer Team – so viel, wie ihr wollt |
| Gemessen wird | Reichweite, Follower | Je nach Person | Bewerbungen, Anfragen, Reichweite bei der Zielgruppe (Ergebnisbericht) |
| Passt für | Kanäle mit viel Text/Grafik, Paid Social | Betriebe mit täglichem Community-Bedarf | Betriebe, die Leute brauchen und wenig Zeit haben |
Welches Modell passt zu euch?
- Ihr habt täglich Kundenkontakt über Social MediaEinzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung mit viel Community: eigene Stelle oder Agentur-Pauschale – plus Produktionstage für das Videomaterial.
- Ihr braucht Bewerbungen und habt keine MarketingabteilungProduktionstage im Takt. Das Posten übernimmt der Veröffentlichungsplan, die Fragen beantwortet jemand bei euch in zwei Stunden pro Woche.
- Ihr habt eine Marketingperson, die alles allein machtEntlastet sie beim Engpass Produktion. Ein Produktionstag pro Quartal gibt ihr Material für drei Monate – und sie kann das machen, was sie kann: planen und steuern.
- Ihr wollt bezahlte KampagnenDann braucht ihr jemanden, der Anzeigen steuert – Agentur oder Freelancer, 800 bis 3.500 € pro Monat plus Mediabudget. Aber auch die brauchen Videomaterial.
Fazit
Social Media Betreuung kostet 2026 zwischen 800 € im Monat für eine Basis-Pauschale und 50.000 € im Jahr für eine eigene Stelle. Die Zahl ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass beide Modelle das Gleiche brauchen und selten liefern: regelmäßiges Videomaterial mit echten Leuten. Rechnet deshalb nicht Pauschale gegen Gehalt, sondern fragt: Wie viele fertige Videos mit unseren Leuten bekommen wir pro Monat – und was kostet eins davon? Worauf ihr bei der Agenturwahl sonst achten solltet, steht in Social Media Agentur finden: 9 Fragen.
Quellen
Agenturpreise sind öffentlich ausgewiesene Anbieter-Richtwerte (netto, Preisstand 2026), keine Farbraum-Preisliste. Gehalts- und Beitragsdaten aus den genannten Quellen.
- Creationell: Social Media Agentur Kosten (2026) – Basis 500–2.500 €, Standard 2.500–5.000 €, Premium 5.000–10.000 €/Monat
- FUTRIZE: Social Media Agentur Preise 2026 – 1.800–3.500 € für zwei Plattformen und 12–16 Beiträge
- Ledist: Social Media Agentur – Leistungen, Kosten (2026) – 800–1.500 € Basis, 4.000–8.000 €+ Full-Service
- Brachialkrawall: Social Media Agentur Kosten pro Monat (2026) – Bildpost 80–250 €, Reel 300–800 €
- Weber Media: Social Media Agentur Kosten 2026 – Reel 400–900 € einzeln, 150–300 € ab 10 Reels/Monat
- Stepstone: Social Media Manager Gehalt (2026) – 31.600–43.900 €, Durchschnitt 37.100 €
- Kununu: Social Media Manager Gehalt (2026) – 30.100–59.900 €, Durchschnitt 41.300 €
- Techniker Krankenkasse: Beitragssätze Sozialversicherung 2026 – Arbeitgeberanteile rund 19–20 %
- Dr. Web: Social Recruiting Agentur Vergleich (2026) – Setup 1.000–3.000 €, Retainer 800–3.500 €, Mediabudget 500–2.500 €