Inhaltsverzeichnis anzeigen
- 01Was kostet eine Social Recruiting Agentur?
- 02Was Social Recruiting bringt – und was es ist
- 03Anzeigen oder Serie? Der Unterschied in einer Tabelle
- 04Drei Fälle, in denen sich eine Social Recruiting Agentur nicht lohnt
- 05Woran ihr eine gute Social Recruiting Agentur erkennt
- 06Wie wir es machen: erst Serie, dann Reichweite
- 07Fazit
Kurz gesagt
- Eine Social Recruiting Agentur kostet 2026 typischerweise 1.000–3.000 € Setup, 800–3.500 € pro Monat Betreuung plus 500–2.500 € Mediabudget – je Stelle und Umfang (Dr. Web, Fachkraft Jetzt 2026).
- Eine eingegangene Bewerbung kostet 25–120 €, eine qualifizierte 50–300 €. Der Unterschied liegt in der Definition – fragt, was „Bewerbung“ im Angebot heißt.
- Social Recruiting ist bezahlte Reichweite für eine Stelle. Es funktioniert, wenn Gehalt, Karriereseite und Inhalt stimmen – und verbrennt Geld, wenn nicht.
- Drei Fälle, in denen es sich nicht lohnt: kein echter Content, Karriereseite auf dem Handy kaputt, Gehalt unter Markt.
- Die Alternative oder Ergänzung: eine organische Serie aus einem Produktionstag, die Bekanntheit für den ganzen Betrieb aufbaut statt Klicks für eine Anzeige zu kaufen.
Was kostet eine Social Recruiting Agentur?
Die kurze Antwort: Für eine Stelle solltet ihr mit 1.000 bis 3.000 Euro Einrichtung, 800 bis 3.500 Euro pro Monat für die Agentur und 500 bis 2.500 Euro pro Monat Anzeigenbudget rechnen. Das sind die 2026 öffentlich ausgewiesenen Marktspannen. Eine Kampagne über drei Monate für eine Stelle liegt damit grob zwischen 5.000 und 21.000 Euro – je nachdem, wer die Videos macht und wie viele Stellen laufen.
| Bestandteil | Spanne | Was drin ist |
|---|---|---|
| Setup / Einrichtung (einmalig) | 1.000 – 3.000 € | Strategie, Kampagnen-Setup, Funnel oder Landingpage, erste Creatives |
| Agentur-Betreuung (monatlich) | 800 – 3.500 € | Kampagnensteuerung, Optimierung, Reporting; mehr, wenn Creatives und Funnel laufend betreut werden |
| Mediabudget (monatlich) | 500 – 2.500 € je Stelle | Geht an Meta, TikTok oder LinkedIn – gehört getrennt vom Honorar ins Angebot |
| Kosten je eingegangener Bewerbung | 25 – 120 € | Breite Marktspanne, abhängig von Beruf, Region, Funnel |
| Kosten je qualifizierter Bewerbung | 50 – 300 € | Abhängig davon, wie „qualifiziert“ definiert ist und wer vorqualifiziert |
Quellen: Dr. Web Social-Recruiting-Agentur-Vergleich 2026, Fachkraft Jetzt Recruiting-Kosten 2026, FachPower, Sprad, Schneider Studios. Es sind Anbieter- und Marktangaben, keine amtlichen Durchschnittspreise.
Was Social Recruiting bringt – und was es ist
Social Recruiting im Agentur-Sinn bedeutet: bezahlte Anzeigen auf Instagram, TikTok, Facebook oder LinkedIn, die auf eine Kurzbewerbung führen. Zielgruppe nach Alter, Region und Interessen, ein Video oder Bild als Creative, ein Formular mit drei Feldern. Das funktioniert, weil es die erreicht, die nicht aktiv suchen – 24,3 % der unter 30-Jährigen nutzen Social Media zur Jobsuche (Stepstone 2026), aber viel mehr sehen dort Anzeigen.
Es bringt messbar Kontakte, schnell. Es bringt nicht automatisch passende Kontakte, und es bringt nichts, was nach dem Abschalten der Anzeigen bleibt. Die Reichweite ist gemietet. Am Tag nach dem Kampagnenende seid ihr wieder so unbekannt wie davor.
Anzeigen oder Serie? Der Unterschied in einer Tabelle
| Kriterium | Social Recruiting (Anzeigen) | Serie aus einem Produktionstag |
|---|---|---|
| Ziel | Bewerbungen für eine Stelle, jetzt | Bekanntheit und Vertrauen für den Betrieb, dauerhaft |
| Reichweite | Gekauft, endet mit dem Budget | Aufgebaut, bleibt auf euren Kanälen |
| Inhalt | Ein bis drei Creatives, oft generisch | 8 bis 20 Videos mit euren Leuten in einem festen Format |
| Kosten | Setup + Monatshonorar + Mediabudget | Fester Tagespreis pro Produktionstag, Takt nach Bedarf |
| Schnelligkeit | Erste Kontakte in Tagen | Erste Bewerbungen in Wochen, dann stetig |
| Risiko | Geld weg, wenn Gehalt oder Karriereseite nicht passen | Geringer: die Videos bleiben und arbeiten weiter |
| Beste Kombination | Anzeigen mit den besten Videos der Serie verstärken | Serie als Fundament, Anzeigen bei akutem Bedarf obendrauf |
Die ehrliche Einordnung: Beides hat seinen Platz. Wer morgen drei Fahrer braucht, kommt um bezahlte Reichweite nicht herum. Wer in zwei Jahren immer noch Fahrer brauchen wird – und das werden die meisten –, braucht etwas, das bleibt. Bei 242 Tagen durchschnittlicher Vakanzzeit im Handwerk (BA 2025) ist „jetzt sofort“ ohnehin selten die Realität.
Drei Fälle, in denen sich eine Social Recruiting Agentur nicht lohnt
- Ihr habt keinen echten ContentEine Anzeige mit Stockfoto und „Wir suchen dich!“ bekommt Klicks von Leuten, die auf alles klicken. 42,9 % der Bewerbenden finden Arbeitgeber-Social-Media (eher) unglaubwürdig (Softgarden 2024). Ohne Videos mit euren Leuten kauft ihr teure Skepsis. Erst Produktionstag, dann Anzeigen.
- Eure Karriereseite funktioniert auf dem Handy nicht17 % der Azubis finden ihre Stelle über die Karriereseite, 13 % über Google (azubi.report 2025/26). Wer von der Anzeige auf eine Seite kommt, die lädt wie 2012, ist weg. Das Mediabudget bezahlt dann den Absprung.
- Euer Gehalt liegt unter MarktKeine Agentur der Welt verändert das. 53 % der Jugendlichen schließen Berufe wegen Vergütung aus; Fachkräfte vergleichen in 30 Sekunden auf Kununu und Stepstone. Erst die Zahl reparieren, dann die Reichweite kaufen.
Woran ihr eine gute Social Recruiting Agentur erkennt
- Honorar und Mediabudget stehen getrennt im Angebot. Wer das vermischt, versteckt seine Marge im Werbebudget.
- „Bewerbung“ ist definiert – Lead, vollständiger Kontakt oder qualifiziert nach Muss-Kriterien.
- Sie fragen nach eurem Gehalt und eurer Karriereseite, bevor sie ein Angebot schreiben. Wer nicht fragt, will die Kampagne verkaufen, nicht die Besetzung.
- Sie wollen echte Videos – oder produzieren sie mit euch. Creatives aus der Stock-Datenbank sind ein Warnsignal.
- Das Reporting rechnet in Bewerbungen und Einstellungen, nicht in Impressionen. Ein Ergebnisbericht, den die Geschäftsführung versteht.
- Kein Vertrag über zwölf Monate für eine Stelle. Kampagnen laufen in Wochen, nicht in Jahren.
Dieselben Fragen gelten für jede Agentur, die euch Social Media verkaufen will – ausführlich in Social Media Agentur finden: 9 Fragen, bevor ihr unterschreibt. Was wir selbst als Social Media Agentur anders machen, steht dort auch.
Wie wir es machen: erst Serie, dann Reichweite
Wir sind keine Anzeigen-Agentur. Wir bauen das Fundament: Ein [Produktionstag](/videoproduktion-nrw) bei euch, 8 bis 20 Videos in einem [Farbraum Format](/#formate), ein Farbraum Face als Host, damit eure Leute nicht schauspielern müssen. Daraus wird ein Veröffentlichungsplan über Wochen. Wenn eine Stelle akut brennt, lassen sich die stärksten Videos der Serie mit Anzeigenbudget verstärken – mit Inhalten, die schon bewiesen haben, dass sie funktionieren, statt mit Creatives, die man erst testen muss.
Der Preis dafür ist ein fester Tagespreis, kein Monatsmodell. Die Zahl nennen wir im Erstgespräch, nachdem wir wissen, wen ihr braucht.
Fazit
Eine Social Recruiting Agentur kostet 2026 pro Stelle und Monat grob 1.300 bis 6.000 Euro inklusive Mediabudget und liefert Kontakte für 25 bis 300 Euro das Stück – je nachdem, was ihr „Bewerbung“ nennt. Das lohnt sich, wenn Gehalt, Karriereseite und Inhalte stimmen. Wenn nicht, bezahlt ihr für Klicks auf ein Problem. Die nachhaltigere Reihenfolge: erst sichtbar und glaubwürdig werden, dann Reichweite kaufen, wo es brennt. Wie das in 90 Tagen geht: Arbeitgebermarke aufbauen.
Quellen
Preise sind öffentlich ausgewiesene Anbieter- und Marktangaben (netto, Stand 2026), keine Farbraum-Preisliste.
- Dr. Web: Social Recruiting Agentur Vergleich 2026 – Setup 1.000–3.000 €, Retainer 800–3.500 €, Mediabudget 500–2.500 €, qualifizierte Bewerbung 50–300 €
- Fachkraft Jetzt: Recruiting-Kosten 2026 – Preismodelle und Spannen
- FachPower: Social Recruiting Kosten – 25–120 € je eingegangener Bewerbung
- Schneider Studios: Was kostet Social Recruiting? – Budget, Cost-per-Hire, ROI
- Sprad: Social-Recruiting-Agentur Preismodelle im Vergleich – Pauschale, pro Bewerbung, Budget + Aufschlag
- Stepstone Jobstudie 2026 – Generation Z – 24,3 % der unter 30-Jährigen nutzen Social Media zur Jobsuche
- Softgarden: Glaubwürdigkeit von Arbeitgebern 2024 – 42,9 % finden Arbeitgeber-Social-Media (eher) unglaubwürdig
- Ausbildung.de: azubi.report 2025/26 – Fundort: 17 % Karriereseite, 13 % Google, 5 % Social Media; 53 % Vergütung als Ausschlussgrund
- iwd / KOFA: Fachkräfte im Handwerk (2026) – 242 Tage durchschnittliche Vakanzzeit