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Kurz gesagt
- Ein Videograf kostet 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Tag, ein Cutter 250 bis 850 €, eine Drohne 400 bis 2.500 € extra (Marktpreise, Quellen unten).
- Dafür bekommt ihr Material und Handwerk – aber kein Konzept, keine Moderation, keinen Plan für die Veröffentlichung. Das organisiert ihr.
- Ein Produktionstag liefert 8 bis 20 fertige Videos in einem Format, mit einem Face als Host und einem Veröffentlichungsplan – zum festen Tagespreis.
- Videograf buchen ist richtig, wenn ihr selbst schneidet, eine Veranstaltung dokumentiert oder nur B-Roll braucht.
- Produktionstag ist richtig, wenn ihr Bewerbungen oder Anfragen wollt und niemanden habt, der Konzept, Dreh und Posting zusammenhält.
Was kostet es, einen Videografen zu buchen?
Die kurze Antwort: Ein Videograf oder Kameramann kostet in Deutschland 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Drehtag. Das untere Ende ist ein Einzelkämpfer mit eigener Kamera, das obere Ende ein Kameramann mit vollem Licht- und Ton-Setup plus Producer. Dazu kommen Schnitt, Zusatzleistungen und Rechte.
| Leistung | Spanne | Hinweis |
|---|---|---|
| Videograf / Kameramann, Tagessatz | 750 – 1.800 € | 750 € für 10 Stunden als Einstieg; 1.200 – 1.800 € inkl. Equipment und Producer |
| Halber Drehtag (Produktion) | ab ca. 1.990 € | Anbieterbeispiel Pixer, inkl. einfachem Schnitt |
| Ganzer Drehtag (Produktion) | ab ca. 2.990 € | Anbieterbeispiel Pixer |
| Cutter, Tagessatz | 250 – 850 € | Freelancer 250 – 550 €, spezialisierte Post 650 – 850 € |
| Drohnenaufnahmen | 400 – 2.500 € | Nur Pilot oder inkl. Genehmigung, Regie, Schnitt |
| Musiklizenz | 10 – 300 € | Je nach Kanälen und Laufzeit |
| Künstlersozialabgabe | 4,9 % der Honorare | Bei selbstständigen Kreativen ab 1.000 € Jahresentgelt (2026) |
Was ihr für den Tagessatz bekommt – und was nicht
Ein guter Videograf ist Gold wert: Er weiß, wo das Licht herkommt, warum der Ton wichtiger ist als das Bild und wie man eine Werkhalle filmt, ohne dass sie aussieht wie ein Parkhaus. Das Handwerk bekommt ihr. Was ihr meistens nicht bekommt, steht selten im Angebot:
| Aufgabe | Videograf gebucht | Produktionstag |
|---|---|---|
| Ziel festlegen (Bewerbungen, Anfragen, Bekanntheit) | Ihr | Vision-Briefing mit uns |
| Format und Dramaturgie | Ihr (oder niemand) | Ein Farbraum Format, vorher festgelegt |
| Interviewfragen, Ablaufplan | Ihr | Wir, aus dem Vision-Briefing |
| Mitarbeiter vorbereiten und am Set aus der Reserve holen | Ihr | Farbraum Face als Host |
| Drehen | Videograf | Team |
| Schneiden, Untertitel, Hochkant-Fassungen | Cutter extra, oder ihr | Im Tagespreis enthalten |
| Nutzungsrechte | Nach Vereinbarung | Für eure Kanäle Standard |
| Was wann wo veröffentlichen | Ihr | Veröffentlichungsplan |
| Was hat es gebracht? | Niemand misst | Ergebnisbericht nach jedem Takt |
Die linke Spalte ist kein Mangel des Videografen – es ist nicht sein Job. Er ist Kameramann, nicht Redaktion, nicht Moderator, nicht Social-Media-Planer. Wenn ihr diese Rollen im Haus habt, ist ein gebuchter Videograf die günstigste Art, an gutes Material zu kommen. Wenn nicht, liegt das Material nach dem Dreh auf einer Festplatte und wartet.
Wann ihr einen Videografen buchen solltet
- Ihr schneidet selbst. Es gibt jemanden im Haus, der Schnittprogramm und Zeit hat. Dann kauft ihr nur das Handwerk, das euch fehlt.
- Es ist eine Veranstaltung. Tag der offenen Tür, Jubiläum, Messe: Dokumentation, keine Serie. Ein Videograf mit zwei Kameras reicht.
- Ihr braucht B-Roll. Schöne Aufnahmen von Halle, Maschinen, Produkten für Website und Präsentationen – ohne Menschen, die reden.
- Ihr habt ein fertiges Konzept. Drehbuch, Ablaufplan, Interviewfragen stehen, ihr braucht nur jemanden, der es sauber aufnimmt.
- Ihr wollt einen Funnelfilm im Querformat. Ein längerer Film wie bei Bettenwelt oder Kuntze ist ein Projekt mit Drehbuch – das machen wir auch, aber es ist kein Produktionstag.
Wann ein Produktionstag die bessere Rechnung ist
- Ihr wollt Bewerbungen oder Anfragen, nicht Material. Dann zählt, was veröffentlicht wird – nicht, was gedreht wird.
- Niemand bei euch hat Zeit für Konzept, Moderation und Posting. Das ist bei 50 bis 500 Mitarbeitern der Normalfall, kein Versagen.
- Eure Leute wollen nicht vor die Kamera. Ein Farbraum Face als Host stellt die Fragen und trägt das Video; euer Team muss nur antworten. Wie viel Face und wie viel Team zu sehen ist, legt ihr fest.
- Ihr wollt Wiederholung. Reichweite bei neuen Leuten entsteht durch eine Serie über Wochen, nicht durch einen Dreh. Ein Produktionstag liefert 8 bis 20 Videos – lieber weniger, die wirken, als viele, die keiner anschaut.
- Ihr wollt wissen, was es gebracht hat. Der Ergebnisbericht zählt Bewerbungen und Anfragen, nicht Views.
So vergleicht ihr fair: Preis pro veröffentlichtem Video
Tagessatz gegen Tagespreis zu vergleichen führt in die Irre, weil beide etwas anderes enthalten. Die ehrliche Vergleichsgröße ist der Preis pro fertigem, veröffentlichtem Video:
- Alle Kosten addierenVideograf, Cutter, Musik, Drohne, KSK, eure interne Zeit für Konzept, Vorbereitung und Posting (realistisch: 1 bis 2 Tage einer Fachkraft).
- Durch die Anzahl der Videos teilenNicht durch das, was gedreht wurde – durch das, was in den nächsten drei Monaten tatsächlich online geht.
- Mit dem Tagespreis vergleichenBeim Produktionstag teilt ihr den festen Preis durch 8 bis 20 Videos – alle fertig, alle mit Plan.
- Wirkung dazurechnenWelches Modell bringt Reichweite bei den Leuten, die euch noch nicht kennen? Das ist am Ende der einzige Wert, der zählt.
Fazit
Einen Videografen zu buchen kostet 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Tag und ist die richtige Wahl, wenn ihr Material braucht und den Rest selbst macht. Ein Produktionstag ist die richtige Wahl, wenn ihr Ergebnisse braucht und niemanden habt, der Konzept, Dreh und Veröffentlichung zusammenhält. Beides ist seriös. Unseriös ist nur, das eine zu kaufen und das andere zu erwarten. Wie sich die Einzelposten im Detail zusammensetzen, steht in Was kostet Videoproduktion?.
Quellen
Alle Preise sind öffentlich ausgewiesene Markt- und Anbieter-Richtwerte (netto, Preisstand 2026), keine Farbraum-Preisliste.
- Kameramann-Videograf: Festpreis Tagessatz (2026) – 750 € für 10 Stunden
- Kopfsalat Medien: Imagefilm Kosten (2026) – 1.200–1.800 € pro Drehtag inkl. Equipment und Producer; Drohne 400–800 €
- Pixer: Imagefilm Produktion NRW ab 1.990 € (2026) – 1.990 € halber, 2.990 € ganzer Drehtag
- Starkefilme: Video schneiden lassen – Kosten (2026) – Cutter 150–550 €/Tag
- Heidar Rüdyi: Was kostet ein Imagefilm? (2026) – Erfahrene Cutter 650–850 €/Tag
- Listando: Videoproduktion Kosten 2026 – Drohne 500–2.500 € als Ergänzung
- bvents: Was ein Videograf kostet (2026) – Musiklizenzen 50–300 €
- Künstlersozialkasse: FAQ Unternehmen und Verwerter – Abgabepflicht, 4,9 % (2026)