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Was kostet das?

Videograf buchen oder Produktionstag? Was ihr für euer Geld wirklich bekommt

Ein Videograf liefert Material. Ein Produktionstag liefert fertige Videos mit Plan. Das klingt nach Haarspalterei, ist aber der Unterschied zwischen einer Festplatte voller Clips und einer Serie, die läuft. Hier steht, was ein Kameramann kostet, was er kann – und wann ihr ihn trotzdem buchen solltet.

  • Josua Gösmann · Geschäftsführer Farbraum Vision GmbH
  • Stand: Oktober 2026
  • 7 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis anzeigen
  1. 01Was kostet es, einen Videografen zu buchen?
  2. 02Was ihr für den Tagessatz bekommt – und was nicht
  3. 03Wann ihr einen Videografen buchen solltet
  4. 04Wann ein Produktionstag die bessere Rechnung ist
  5. 05So vergleicht ihr fair: Preis pro veröffentlichtem Video
  6. 06Fazit

Kurz gesagt

  • Ein Videograf kostet 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Tag, ein Cutter 250 bis 850 €, eine Drohne 400 bis 2.500 € extra (Marktpreise, Quellen unten).
  • Dafür bekommt ihr Material und Handwerk – aber kein Konzept, keine Moderation, keinen Plan für die Veröffentlichung. Das organisiert ihr.
  • Ein Produktionstag liefert 8 bis 20 fertige Videos in einem Format, mit einem Face als Host und einem Veröffentlichungsplan – zum festen Tagespreis.
  • Videograf buchen ist richtig, wenn ihr selbst schneidet, eine Veranstaltung dokumentiert oder nur B-Roll braucht.
  • Produktionstag ist richtig, wenn ihr Bewerbungen oder Anfragen wollt und niemanden habt, der Konzept, Dreh und Posting zusammenhält.

Was kostet es, einen Videografen zu buchen?

Die kurze Antwort: Ein Videograf oder Kameramann kostet in Deutschland 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Drehtag. Das untere Ende ist ein Einzelkämpfer mit eigener Kamera, das obere Ende ein Kameramann mit vollem Licht- und Ton-Setup plus Producer. Dazu kommen Schnitt, Zusatzleistungen und Rechte.

Videograf buchen: Marktpreise Deutschland, Preisstand 2026 (netto)
LeistungSpanneHinweis
Videograf / Kameramann, Tagessatz750 – 1.800 €750 € für 10 Stunden als Einstieg; 1.200 – 1.800 € inkl. Equipment und Producer
Halber Drehtag (Produktion)ab ca. 1.990 €Anbieterbeispiel Pixer, inkl. einfachem Schnitt
Ganzer Drehtag (Produktion)ab ca. 2.990 €Anbieterbeispiel Pixer
Cutter, Tagessatz250 – 850 €Freelancer 250 – 550 €, spezialisierte Post 650 – 850 €
Drohnenaufnahmen400 – 2.500 €Nur Pilot oder inkl. Genehmigung, Regie, Schnitt
Musiklizenz10 – 300 €Je nach Kanälen und Laufzeit
Künstlersozialabgabe4,9 % der HonorareBei selbstständigen Kreativen ab 1.000 € Jahresentgelt (2026)

Was ihr für den Tagessatz bekommt – und was nicht

Ein guter Videograf ist Gold wert: Er weiß, wo das Licht herkommt, warum der Ton wichtiger ist als das Bild und wie man eine Werkhalle filmt, ohne dass sie aussieht wie ein Parkhaus. Das Handwerk bekommt ihr. Was ihr meistens nicht bekommt, steht selten im Angebot:

Videograf vs. Produktionstag: Wer macht was?
AufgabeVideograf gebuchtProduktionstag
Ziel festlegen (Bewerbungen, Anfragen, Bekanntheit)IhrVision-Briefing mit uns
Format und DramaturgieIhr (oder niemand)Ein Farbraum Format, vorher festgelegt
Interviewfragen, AblaufplanIhrWir, aus dem Vision-Briefing
Mitarbeiter vorbereiten und am Set aus der Reserve holenIhrFarbraum Face als Host
DrehenVideografTeam
Schneiden, Untertitel, Hochkant-FassungenCutter extra, oder ihrIm Tagespreis enthalten
NutzungsrechteNach VereinbarungFür eure Kanäle Standard
Was wann wo veröffentlichenIhrVeröffentlichungsplan
Was hat es gebracht?Niemand misstErgebnisbericht nach jedem Takt

Die linke Spalte ist kein Mangel des Videografen – es ist nicht sein Job. Er ist Kameramann, nicht Redaktion, nicht Moderator, nicht Social-Media-Planer. Wenn ihr diese Rollen im Haus habt, ist ein gebuchter Videograf die günstigste Art, an gutes Material zu kommen. Wenn nicht, liegt das Material nach dem Dreh auf einer Festplatte und wartet.

Wann ihr einen Videografen buchen solltet

  • Ihr schneidet selbst. Es gibt jemanden im Haus, der Schnittprogramm und Zeit hat. Dann kauft ihr nur das Handwerk, das euch fehlt.
  • Es ist eine Veranstaltung. Tag der offenen Tür, Jubiläum, Messe: Dokumentation, keine Serie. Ein Videograf mit zwei Kameras reicht.
  • Ihr braucht B-Roll. Schöne Aufnahmen von Halle, Maschinen, Produkten für Website und Präsentationen – ohne Menschen, die reden.
  • Ihr habt ein fertiges Konzept. Drehbuch, Ablaufplan, Interviewfragen stehen, ihr braucht nur jemanden, der es sauber aufnimmt.
  • Ihr wollt einen Funnelfilm im Querformat. Ein längerer Film wie bei Bettenwelt oder Kuntze ist ein Projekt mit Drehbuch – das machen wir auch, aber es ist kein Produktionstag.

Wann ein Produktionstag die bessere Rechnung ist

  • Ihr wollt Bewerbungen oder Anfragen, nicht Material. Dann zählt, was veröffentlicht wird – nicht, was gedreht wird.
  • Niemand bei euch hat Zeit für Konzept, Moderation und Posting. Das ist bei 50 bis 500 Mitarbeitern der Normalfall, kein Versagen.
  • Eure Leute wollen nicht vor die Kamera. Ein Farbraum Face als Host stellt die Fragen und trägt das Video; euer Team muss nur antworten. Wie viel Face und wie viel Team zu sehen ist, legt ihr fest.
  • Ihr wollt Wiederholung. Reichweite bei neuen Leuten entsteht durch eine Serie über Wochen, nicht durch einen Dreh. Ein Produktionstag liefert 8 bis 20 Videos – lieber weniger, die wirken, als viele, die keiner anschaut.
  • Ihr wollt wissen, was es gebracht hat. Der Ergebnisbericht zählt Bewerbungen und Anfragen, nicht Views.

So vergleicht ihr fair: Preis pro veröffentlichtem Video

Tagessatz gegen Tagespreis zu vergleichen führt in die Irre, weil beide etwas anderes enthalten. Die ehrliche Vergleichsgröße ist der Preis pro fertigem, veröffentlichtem Video:

  1. Alle Kosten addierenVideograf, Cutter, Musik, Drohne, KSK, eure interne Zeit für Konzept, Vorbereitung und Posting (realistisch: 1 bis 2 Tage einer Fachkraft).
  2. Durch die Anzahl der Videos teilenNicht durch das, was gedreht wurde – durch das, was in den nächsten drei Monaten tatsächlich online geht.
  3. Mit dem Tagespreis vergleichenBeim Produktionstag teilt ihr den festen Preis durch 8 bis 20 Videos – alle fertig, alle mit Plan.
  4. Wirkung dazurechnenWelches Modell bringt Reichweite bei den Leuten, die euch noch nicht kennen? Das ist am Ende der einzige Wert, der zählt.

Fazit

Einen Videografen zu buchen kostet 2026 etwa 750 bis 1.800 € pro Tag und ist die richtige Wahl, wenn ihr Material braucht und den Rest selbst macht. Ein Produktionstag ist die richtige Wahl, wenn ihr Ergebnisse braucht und niemanden habt, der Konzept, Dreh und Veröffentlichung zusammenhält. Beides ist seriös. Unseriös ist nur, das eine zu kaufen und das andere zu erwarten. Wie sich die Einzelposten im Detail zusammensetzen, steht in Was kostet Videoproduktion?.

Quellen

Alle Preise sind öffentlich ausgewiesene Markt- und Anbieter-Richtwerte (netto, Preisstand 2026), keine Farbraum-Preisliste.

  1. Kameramann-Videograf: Festpreis Tagessatz (2026) – 750 € für 10 Stunden
  2. Kopfsalat Medien: Imagefilm Kosten (2026) – 1.200–1.800 € pro Drehtag inkl. Equipment und Producer; Drohne 400–800 €
  3. Pixer: Imagefilm Produktion NRW ab 1.990 € (2026) – 1.990 € halber, 2.990 € ganzer Drehtag
  4. Starkefilme: Video schneiden lassen – Kosten (2026) – Cutter 150–550 €/Tag
  5. Heidar Rüdyi: Was kostet ein Imagefilm? (2026) – Erfahrene Cutter 650–850 €/Tag
  6. Listando: Videoproduktion Kosten 2026 – Drohne 500–2.500 € als Ergänzung
  7. bvents: Was ein Videograf kostet (2026) – Musiklizenzen 50–300 €
  8. Künstlersozialkasse: FAQ Unternehmen und Verwerter – Abgabepflicht, 4,9 % (2026)
Über den AutorJosua Gösmann · Geschäftsführer Farbraum Vision GmbH

Josua führt Farbraum in Paderborn. Mit seinem Team produziert er an Produktionstagen Serien für Betriebe in OWL und NRW, die Azubis, Fachkräfte und Kunden brauchen – gemessen an Bewerbungen und Anfragen, nicht an Likes. Was hier steht, kommt aus echten Angeboten, echten Drehs und echten Fehlern.

So läuft ein Produktionstag ab

Häufige Fragen

Videograf buchen: die Fragen aus dem Erstgespräch

Was Betriebe aus OWL und NRW uns fragen, wenn sie zwischen Kameramann und Produktionstag schwanken.

Was kostet ein Kameramann pro Tag?

2026 zwischen 750 € für einen Einzelkameramann mit eigener Ausrüstung und 1.200 bis 1.800 € für Kameramann inklusive Equipment und Producer. Schnitt kostet extra, meist 250 bis 850 € pro Tag.

Was kostet ein Videograf für ein Firmenvideo?

Für einen Drehtag mit Schnitt landet ihr grob bei 2.000 bis 4.500 € netto, Anbieterpakete beginnen bei rund 1.990 € für einen halben Tag. Konzept, Moderation, Hochkant-Fassungen und Veröffentlichung sind darin meist nicht enthalten.

Videograf oder Agentur – was ist besser?

Videograf, wenn ihr Konzept und Schnitt selbst stemmt oder nur Material braucht. Agentur oder Produktionstag, wenn ihr fertige Videos mit Plan wollt und niemanden habt, der das organisiert. Entscheidend ist nicht der Tagessatz, sondern der Preis pro veröffentlichtem Video.

Gehört mir das Rohmaterial, wenn ich einen Videografen buche?

Nicht automatisch. Rohmaterial, offene Projektdateien und Nutzungsrechte müssen vertraglich geregelt sein. Wer später selbst schneiden will, sollte das vor dem Dreh klären – nicht danach.

Muss jemand aus meinem Team vor die Kamera, wenn ich einen Produktionstag buche?

Nur so viel, wie ihr wollt. Ein Farbraum Face führt als Host durch die Videos und stellt die Fragen. Euer Team antwortet – oder das Face trägt das Format weitgehend allein. Im Vision-Briefing legen wir fest, wer wie viel zu sehen ist.

Erstgespräch

Keine Festplatte.Fertige Videos mit Plan.

20 Minuten Erstgespräch: Wen braucht ihr, welches Format passt, was kostet ein Produktionstag bei euch. Ohne Pitch, ohne Folien.