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Kurz gesagt
- Ein Produktionstag ist ein Tag bei euch im Betrieb: Team, Kamera, ein festes Farbraum Format, ein Face als Host – und am Ende 8 bis 20 fertige Videos.
- Lieber weniger, die wirken: Wie viele Videos entstehen, hängt vom Anspruch ab. Zwölf starke schlagen zwanzig mittelmäßige.
- Wir sitzen in Paderborn und arbeiten in ganz OWL und NRW – Bielefeld, Gütersloh, Herford, Detmold, Münster, Dortmund. Anfahrt klären wir im Erstgespräch, nicht auf der Rechnung.
- Der Tag beginnt nicht mit der Kamera, sondern mit dem Vision-Briefing: Wen braucht ihr, was soll passieren, wer traut sich vor die Kamera?
- Zur Einordnung: Ein Videograf kostet 750–1.800 €/Tag, ein Mittelstandsfilm 3.500–12.000 € (Marktpreise 2026). Ein Produktionstag hat einen festen Tagespreis – konkret im Erstgespräch.
Was ist ein Produktionstag? Die kurze Antwort
Ein Produktionstag ist ein Tag, an dem ein Farbraum-Team zu euch in den Betrieb kommt und mit einem festen Format, einem Face als Host und eurem Team 8 bis 20 fertige Videos produziert – inklusive Plan, wann was auf welchem Kanal läuft. Kein Drehbuch-Projekt über Monate, kein Monatsvertrag: ein Tag, ein Ergebnis, und wenn es wirkt, der nächste Tag im Takt.
Videoproduktion in NRW gibt es in jeder Preisklasse: Ein Videograf kostet 750 bis 1.800 € am Tag, ein Mittelstandsfilm 3.500 bis 12.000 €, ein aufwendiger Imagefilm 15.000 € und mehr (Kopfsalat Medien, Eigenart Filmproduktion, Preisstand 2026). Der Produktionstag ist keins davon. Er ist für Betriebe gebaut, die nicht einen Film wollen, sondern Sichtbarkeit bei Leuten, die sie noch nicht kennen – und dafür braucht man Wiederholung, nicht Perfektion.
So läuft ein Produktionstag ab: Schritt für Schritt
- Erstgespräch (20 Minuten, vorher)Wen braucht ihr – Azubis, Fachkräfte, Kunden? Was soll am Ende passieren? Passt ein Produktionstag überhaupt? Hier nennen wir auch den festen Tagespreis.
- Vision-Briefing (vorher, 60 bis 90 Minuten)Wir legen das Format fest, sammeln Themen und Fragen, klären, wer aus dem Team vor die Kamera will – und wie viel das Face übernimmt. Daraus entsteht der Ablaufplan für den Tag.
- Team-Briefing (vorher, 15 Minuten)Eure Leute wissen, was passiert, was nicht passiert (keine Schauspielerei, kein Text auswendig) und dass sie jederzeit Stopp sagen können.
- Morgens: Ankommen und Aufbau (ab 8 Uhr)Team mit Kamera, Licht und Ton, das Face, ein Ablaufplan. Wir brauchen eine Steckdose und jemanden, der uns zeigt, wo was ist.
- Vormittag: Das Format laufen lassenDas Face führt durch die Szenen – Schichtwechsel, 30 Sekunden Klartext, Die ehrliche Antwort. Eure Leute antworten, arbeiten, zeigen. Niemand muss etwas vorspielen.
- Mittag: Sichtung und NachjustierenWas funktioniert, was fehlt noch? Wir drehen nach, was der Plan nicht vorhergesehen hat – oft die besten Szenen.
- Nachmittag: B-Roll, Details, ArbeitgeberfilmHalle, Hände, Maschinen, Pausenraum. Wenn ihr einen Arbeitgeberfilm für die Karriereseite wollt, entsteht er jetzt mit.
- Danach: Schnitt und Freigaberunde (1 bis 2 Wochen)Ihr bekommt die fertigen Videos zur Freigabe. Eine Korrekturrunde ist drin; was nicht passt, fliegt raus.
- Content-Paket und Veröffentlichungsplan8 bis 20 Videos, hochkant und quer, mit Untertiteln, Rechte für eure Kanäle, und ein Plan: welches Video wann wo.
- Ergebnisbericht (nach dem Takt)Was lief, was hat es gebracht – Bewerbungen, Anfragen, Reichweite bei der Zielgruppe. Dann entscheidet ihr über den nächsten Tag.
Warum 8 bis 20 Videos – und nicht immer 20
Die Zahl ist ehrlich gemeint als Spanne. An einem Tag in einem Handwerksbetrieb mit drei Gewerken und einem gesprächigen Meister entstehen zwanzig Videos fast von selbst. In einer Pflegeeinrichtung, in der Bewohner nicht gefilmt werden dürfen und das Team zwischen zwei Schichten Zeit hat, sind es acht – und die sind besser als zwanzig gehetzte.
- Qualität vor Menge. Ein Video, bei dem jemand nach zwei Sekunden weiterscrollt, ist nicht gedreht, sondern verschwendet. Auf TikTok liegt die durchschnittliche Watchtime unter vier Sekunden (Metricool 2025).
- Mehr Faces, mehr Material. Wenn zusätzliche Faces an dem Tag selbst drehen, wächst die Zahl – das klären wir im Vision-Briefing.
- Formate statt Einzelclips. Zwölf Folgen eines Formats sind eine Serie. Zwanzig verschiedene Clips sind ein Zufallsgenerator.
- Arbeitgeberfilm inklusive, wenn gewünscht. Ein Querformat-Film für Karriereseite und Messe zählt als eins der Videos – braucht aber mehr Schnittzeit.
Für wen in OWL und NRW das gebaut ist
Ostwestfalen hat 117.897 IHK-Unternehmen, davon 726 Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten – und fast jeder dritte Betrieb sieht fehlende Fachkräfte als Risiko (IHK Ostwestfalen 2026). In drei Branchen ist das Problem besonders groß, und in allen dreien funktioniert der Produktionstag anders:
| Branche | Lage in OWL | Was am Produktionstag entsteht | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Pflege und Gesundheit | 61,3 % sehen Fachkräftemangel als Risiko (IHK 2026); Vakanzzeit 85 Tage (BA 2025) | Schichtwechsel-Format mit Pflegekräften, „Die ehrliche Antwort“ zu Dienstplan und Gehalt; keine Bewohner im Bild | Wir Kitas als Beispiel aus dem sozialen Bereich |
| Handwerk und Bau | 49 % der Baubetriebe mit Besetzungsproblemen (DIHK 2025/26); Handwerk 242 Tage Vakanz | Baustelle, Werkstatt, Meister und Azubi im Gespräch; Arbeitgeberfilm für Karriereseite | Bauzentrum Westerhorstmann, Darscht Überdachungen |
| Industrie und Maschinenbau | Rund 300 Maschinenbau-Unternehmen, 40.000 Beschäftigte in OWL | Halle, Maschinen, Fachkräfte erklären ihren Job; B2B-Serie für Einkäufer | Kuntze als Funnelfilm-Beispiel |
| Handel und Lebensmittel | Ernährungswirtschaft im Schnitt 159 Mitarbeitende je Betrieb | Theke, Backstube, Markt – Kunden und Mitarbeiter in einem Format | Bäckerei Nabrotzky, REWE von Fintel, Marktkauf Kosche |
Anfahrt: Bielefeld, Paderborn, Münster, Dortmund
Wir sitzen in Paderborn. Bielefeld, Gütersloh, Herford, Detmold, Höxter, Lippstadt und Soest sind für uns eine Stunde oder weniger. Münster, Osnabrück, Hannover, Dortmund und das Sauerland sind ein normaler Produktionstag mit früherem Start. Anfahrt ist Teil des Tagespreises innerhalb von OWL; darüber hinaus sagen wir es euch im Erstgespräch – nicht auf der Rechnung. Was bei vielen Videoproduktionen als „Reisekosten nach Aufwand“ im Kleingedruckten steht, gehört bei uns in den ersten Satz.
Produktionstag, Arbeitgeberfilm, Funnelfilm: Was ist was?
Drei Dinge, die draußen alle „Videoproduktion“ heißen – und die wir bewusst auseinanderhalten:
- Produktionstag: Ein Tag, eine Serie im Hochformat (9:16), 8 bis 20 Videos, Veröffentlichungsplan. Für Reichweite bei Leuten, die euch nicht kennen.
- Arbeitgeberfilm: Ein Querformat-Film, 1 bis 3 Minuten, für Karriereseite, Stellenanzeigen und Messe. Entsteht am Produktionstag mit oder als eigenes Projekt. Beispiele: Bäckerei Lange, Paderbäder, Bäckerei Bertermann.
- Funnelfilm: Ein längerer Film, der Interessenten vom Problem zur Anfrage führt – für erklärungsbedürftige Produkte, mit Drehbuch. Beispiele: Bettenwelt, Darscht, Kuntze. Das ist ein eigenes Projekt, kein Produktionstag.
Fazit
Videoproduktion in Bielefeld, Paderborn und NRW ist kein Mangel – Videografen und Agenturen gibt es genug. Was fehlt, ist ein Modell, das für Betriebe mit 50 bis 500 Leuten funktioniert: ein Tag, ein Format, echte Gesichter, fertige Videos mit Plan, und erst dann der nächste Tag. Das ist der Produktionstag. Ob er zu euch passt, wisst ihr nach 20 Minuten Erstgespräch. Was ihn von einem gebuchten Videografen unterscheidet, steht in Videograf buchen oder Produktionstag?.
Quellen
Regionalzahlen aus IHK Ostwestfalen, DIHK und Bundesagentur für Arbeit. Preise sind öffentlich ausgewiesene Anbieter-Richtwerte (netto, 2026), keine Farbraum-Preisliste.
- IHK Ostwestfalen: Bildungsreport 2026 – 117.897 Unternehmen, 726 Industriebetriebe 50+, 26,8 % Verarbeitendes Gewerbe
- IHK Ostwestfalen: Pressemeldung Bildungsreport 2026 – 30,4 % Fachkräftemangel als Risiko, Gesundheit 61,3 %
- IHK Ostwestfalen: Bildungsreport 2025 – Maschinenbau rund 300 Unternehmen, 40.000 Beschäftigte
- DIHK: Fachkräftereport 2025/2026 – Bauwirtschaft 49 % mit Besetzungsproblemen
- Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse 2025 – Vakanzzeit Pflege 85 Tage
- iwd: Im Handwerk sind Fachkräfte weiterhin knapp (2026) – 242 Tage Vakanzzeit Handwerk
- Kopfsalat Medien: Imagefilm Kosten (2026) – Videograf 1.200–1.800 €/Tag, Mittelstand 3.500–12.000 €
- Metricool: Social Media Studie 2025 – TikTok Watchtime unter 4 Sekunden